Vor Indien hatten wir es bisher noch nicht geschafft, die Philippinen auf unserer Reise mitzunehmen. Deshalb waren die Philippinen unser nächstes Ziel, bevor es nach mehr als drei Monaten auf diesem Kontinent Zeit war, Asien zu verlassen. Gleichzeitig hatten meine beiden besten Kumpels etwas Freizeit und wollten gerne mit uns auf unsere Philippinen-Reise kommen. Das waren tolle Neuigkeiten, und ich freute mich darauf, sie nach mehr als drei Monaten wiederzusehen und natürlich wieder gemeinsam zu reisen, wie wir es in der Vergangenheit schon mehrmals getan hatten.
Wir machten einen Zwischenstopp in Bangkok, da an diesem Wochenende (14./15. April) das Songkran festival begann. Eines meiner Lieblingsfestivals, an dem ich bereits mehrfach teilgenommen hatte. Da wir gute Flugverbindungen von Chandigarh nach Bangkok hatten und meine Freunde von Bangkok aus anreisten, passte das perfekt. Wir trafen uns im Hotel, da wir dieses Mal alle zusammen im Salil hotel Thonglor Soi 1 wohnten. Wir brauchten ein bisschen Zeit zum Entspannen, und da wir am Freitagabend ankamen, sind wir an diesem Tag bzw. Abend nicht mehr wirklich ausgegangen.
Songkran BKK 2018
Silom-Strasse
Am nächsten Tag war es Zeit, in die Stadt zu fahren. Nach dem Mittagessen waren wir komplett, da einer meiner Freunde am Samstagmorgen ankam. Die Kleiderordnung war ziemlich klar. Man kann anziehen, was man will, aber es sollte so leicht wie möglich sein, da wir komplett nass werden würden. Nachdem wir unsere Handys und Geldbörsen sicher in einem Ziploc-Beutel verstaut hatten, waren wir startklar. Unser Ziel war die Silom. Das ist die Strasse bzw. das Viertel, in dem die grosse Wasserschlacht stattfindet. Wir kauften die grösste Wasserpistole, die wir auftreiben konnten, und los ging’s. Nachdem wir eine Sicherheitskontrolle passiert und unsere Wasserpistolen mit Eiswasser aufgefüllt hatten, befanden wir uns mitten in der Schlacht. Von links, rechts, von vorne und von hinten – jeder schoss mit einer Wasserpistole oder sogar mit Eimern voller Wasser auf dich. Es fühlte sich ein bisschen wie ein Deathmatch in einem Computerspiel an, nur nicht ganz so ernst????
Wir hatten jede Menge Spass und nachdem wir 1–2 Stunden die Strasse entlanggelaufen waren, waren wir komplett durchnässt, aber mehr als glücklich, denn wir hatten unglaublich viel Spass.
Sofitel & RCA
Es war Zeit, zurück ins Hotel zu gehen, um uns ein bisschen auszuruhen und vor allem trockene Kleidung anzuziehen. Der Tag war noch nicht vorbei und als Nächstes stand der Sofitel Songkran pool party
auf unserem Programm. Mit dabei waren natürlich wie immer die Wasserpistolen. Ob man nun auf der Strasse unterwegs war oder mit einem Tuk-Tuk fuhr – man musste immer darauf gefasst sein, mit Wasser attackiert zu werden. Natürlich haben wir das auch gemacht. Aus dem Tuk-Tuk heraus spritzen, andere Leute auf dem Bürgersteig nass machen – es war wie eine riesige Schlacht in der ganzen Stadt.
Jedenfalls kamen wir nach einer kurzen Fahrt und mehr oder weniger trocken im Sofitel in Bangkok an. Da ziemlich viel los war, genossen wir die Party bis zum Ende um 22 Uhr.
Die Nacht war noch nicht vorbei, und so beschlossen wir, dass es Zeit war, Richtung RCA zu fahren. RCA ist eine Strasse, in der sich zwei der berühmten Clubs befinden: das Route 66 und das „Onyx“. Ausserdem spielt sich die Party hauptsächlich auch auf der Strasse vor den Clubs ab. Daher ein absolutes Muss zu Songkran und auch berühmt für seine grossen Wasserschlachten.
Wir nahmen ein Taxi, das uns so nah wie möglich an den Eingang bringen konnte – nicht, dass wir nicht schon völlig nass waren, bevor wir ankamen. Nach dem Einlass beschlossen wir, ins Onyx zu gehen, und genossen die grossartige EDM-Party. Es macht immer riesigen Spass, dorthin zu gehen, da auch viele Einheimische im RCA feiern.
Wieder blieben wir bis zum Feierabend, und nach einem langen und „nassen“ Tag war es Zeit, zurückzufahren. Natürlich mit einem Roller-Taxi, da zu dieser Zeit absolut kein Taxi mehr verfügbar war. Wieder mal ein lustiger Ausflug zu diesem Zeitpunkt????
Versuchen wir mal, trocken zu bleiben
Mit diesem Motto gingen wir den nächsten Tag an. Es war ein ziemlich nasser Samstag und wir hatten keine Lust, das noch einmal durchzumachen. Wir beschlossen, zum MBK mall zu fahren. Wir machten einen ziemlich entspannten Tag daraus und landeten am Abend in der Bar Eisenfähren. Wir hatten am Montag einen frühen Flug nach Manila und liessen es uns deshalb am Sonntag ruhig angehen.
Zeit für die Philippinen
Unser erstes Ziel war Boracay. Die Insel war kürzlich in den Medien präsent, da Herr Duterte beschlossen hatte, die Insel Ende April zu sperren. Wir wollten die Insel in ihrem derzeitigen Zustand sehen und beschlossen, die Gelegenheit zu nutzen, dorthin zu fahren, bevor die Insel gesperrt wird. Nicht nur deswegen, sondern auch, weil die Insel als eine der schönsten Inseln der Philippinen gilt und wir uns selbst ein Bild davon machen wollten.
Wir mussten in Manila umsteigen. Dort fing das Abenteuer erst richtig an. Es war nicht möglich, unser Gepäck über Manila bis nach Boracay durchzuchecken. Das mag an länderspezifischen Vorschriften liegen, aber wir dachten, das wäre kein grosses Problem. Das Gepäck an der Rampe abholen und gleich nebenan wieder einchecken, so wie bei der Ankunft in den USA. Falsch – wir mussten unser Gepäck den ganzen Weg mit tragen, da wir auch zum Inlandsflughafen umsteigen mussten. Der Transfer zwischen den Gates erfolgte mit normalen Bussen, die für diese Menge an Gepäck nicht besonders ausgelegt waren. Was passiert, wenn etwa 20 Leute mit einer gewissen Menge an Gepäck versuchen, in so einen Bus einzusteigen – du kannst dir sicher vorstellen, was da losgeht. Jedenfalls kamen wir nach einem anstrengenden Transfer von mindestens einer Stunde am Terminal 4 an und konnten unser Gepäck erneut einchecken. Unser Flug nach Boracay war zumindest pünktlich, und los ging’s.
Noch eine letzte Sache: Manilas Flughafen Ninoy Aquino
bekommt von mir die Auszeichnung als schlechtester Flughafen, an dem ich bisher war. Also nur zur Erinnerung: Wenn ihr in Manila umsteigen müsst, achtet darauf, dass ihr genug Zeit habt.
Boracay
Wir haben das Henann Lagoon resort
auf Boracay gebucht, um uns ein bisschen entspannen zu können. Unser Plan war, etwa 3–4 Tage zu bleiben, bis zu unserem nächsten Ziel, Palawan. Wir hatten die Flüge nicht im Voraus gebucht, um unseren Aufenthalt nach Belieben verkürzen oder verlängern zu können. Unser Hotel hatte einen schönen Pool, den wir sofort nutzten, um kurz ins Wasser zu springen. Wir erkundeten ein wenig die Gegend um den white beach, der gleich um die Ecke lag, um einen Eindruck von der Insel zu bekommen. Dort gab es viele Bars und Restaurants direkt am Strand. Sie waren nur durch einen Strandweg vom eigentlichen Strand getrennt. Wir fanden ein paar gute Restaurants, und unser Ziel für den Tag war es, ausgehen zu gehen.
Die nächsten Tage haben wir hauptsächlich in der Umgebung unseres Hotels oder in einigen Strandbars am White Beach Station 2 entspannt. Wir haben auch die Insel ein bisschen erkundet. Auf dieser Insel war es nicht möglich, Motorroller zu mieten – oder besser gesagt: Wir haben kaum Ausländer auf Motorrollern gesehen. Es gab dort so etwas wie Motorroller mit Beifahrersitz, die als Taxis dienten, und mit denen fuhren wir in den nördlichen Teil der Insel, nach Puka beach.
Wir haben unseren Aufenthalt auf Boracay genossen, aber es war Zeit, etwas Abgelegeneres und weniger Touristisches zu finden. Unser Ziel war Coron island. Leider hatten wir einige Probleme, günstige Flüge zu finden, und viele Flüge waren bereits ausverkauft. Vielleicht lag es daran, dass viele Leute die Insel verlassen wollten, da sie bald geschlossen wurde, oder dass es auf den Philippinen einfach nicht möglich ist, Flüge in letzter Minute zu buchen, wie es sonst in Asien üblich ist. Jedenfalls fanden wir schliesslich einen Flug über den Clark International Airport nach Coron.
Coron-Inseln
Coron, etwas nördlich von Palawan, ist berühmt für seine Tauchplätze. Wir buchten im Corto del Mar hotel
für zwei Nächte. In Coron konnten wir uns ein paar Motorroller mieten, was es uns leicht machte, uns fortzubewegen. Noch am selben Tag versuchten wir, einen guten Tauchveranstalter zu finden. Wir entschieden uns für das Reggae Dive Center. Am nächsten Tag waren wir bereit für unsere Tauchgänge und ich freute mich schon sehr darauf, da es auch die ersten gemeinsamen Tauchgänge mit meinen Tauchpartnern waren. Zuerst machten wir einen Fun-Tauchgang im Barracuda lake. Es war ein ganz anderes Taucherlebnis, da es ein Süsswassertauchgang war. Der zweite Tauchgang war ein Wracktauchgang an einem japanischen Versorgungsschiff aus dem Zweiten Weltkrieg, Kogyo Maru. Zuletzt noch ein weiterer Wracktauchgang an einem japanischen zivilen Frachtschiff, Morazan Maru. Es war spektakulär, da wir tatsächlich in die Wracks hineingehen konnten. Normalerweise tauchten wir bei unseren Wracktauchgängen nur um die Wracks herum. Es war ein interessanter Tag mit einigen fantastischen Tauchgängen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Entspannen und Erkunden, da man nach dem Tauchen normalerweise ziemlich müde ist, wenn man nicht mit Nitrox taucht.
Wir buchten unser Bootsticket nach El Nido für den nächsten Tag. Es war eine Art Schnellboot, das uns innerhalb von 4 Stunden nach El Nido bringen würde. Ausserdem beschlossen wir, am nächsten Tag morgens noch einen kleinen Ausflug zu machen, bevor wir um 13 Uhr abfahren mussten. Wir mieteten ein philippinisches Boot, das uns zum Kayangan lake bringen sollte.
Am nächsten Tag holten sie uns um 8 Uhr morgens im Hotel ab. Nach einer 40-minütigen Bootsfahrt kamen wir am Steg an, von dem aus man zum See gelangt. Wir mussten eine Schwimmweste mitbringen, um auf den See zu dürfen, aber diese Schwimmweste war schnell ausgezogen, sobald wir auf dem See ankamen. Es sah so aus, als ginge es ihnen hauptsächlich darum, dass man sich mehr oder weniger an die Regeln hält, aber wenn man es anders macht, ist das auch okay. Das ist es doch, was wir an Asien so lieben, oder?????
Es war ein schöner See, aber ehrlich gesagt für mich nicht so spektakulär, da wir in der Schweiz jede Menge Seen haben. Deshalb hatten wir nach einer Stunde genug gesehen und machten uns auf den Rückweg nach Coron, um zu packen und zum Hafen zu fahren.
El Nido, Palawan
Nach einer ruhigen Fahrt mit dem Schnellboot kamen wir in El Nido
an. Man muss sich El Nido als ein kleines Dorf vorstellen, das vorne zum Meer hin liegt und hinten von grossen Felswänden umgeben ist. Wir checkten in einem kleinen B&B ein. In El Nido gab es eigentlich keine grossen Resorts oder Hotels, da es hauptsächlich ein Backpacker-Dorf war. Trotzdem hat es seinen ganz eigenen Charme und ich hatte das Gefühl, dass es mir hier gefallen würde.
Als Erstes ging es wieder darum, Velos zu finden, mit denen wir die Insel erkunden konnten. Es war bereits Abend, und nachdem wir Velos gemietet und ein ordentliches Abendessen gegessen hatten, waren wir bereit, ins Bett zu gehen.
Am nächsten Tag erkundeten wir die Insel mit unseren Velos. Wir fuhren zuerst zum nächstgelegenen Strand namens Las Cabanas beach. Er lag nur 15 Minuten südlich von El Nido. Wir genossen das klare blaue Wasser. Nach einem Spaziergang am Strand stellten wir fest, dass es tatsächlich eine Seilrutsche vom Festland zum kleinen Inselchen direkt vor dem Strand gibt. Das mussten wir unbedingt ausprobieren. Es dauerte nicht lange, bis wir die Tickets gekauft hatten und uns auf den Weg nach oben machten, wo die Seilrutsche startete. Es hat riesigen Spass gemacht, „über den Strand und das Meer auf die andere Seite zu fliegen“. Die Landung war allerdings ziemlich holprig, ganz im asiatischen Stil????
Später an diesem Tag fuhren wir nach Norden zu einigen atemberaubenden Stränden. Mein Favorit war der Duli beach (siehe Drohnenvideo hier). Dort gab es gerade mal 2–3 Bars/Restaurants, und ausser uns waren vielleicht noch 5 andere Touristen da. Wir blieben eine Weile dort. Wir genossen das blaue Meer mit einem kühlen Bier in der Hand und schauten uns den Sonnenuntergang an. Bevor die Sonne ganz untergegangen war, fuhren wir zurück nach El Nido. Wir wollten nicht im Dunkeln auf den unbefestigten Strassen fahren.
Duli-Strand, El Nido, Philippinen
Tagesausflug mit dem Boot
Es gibt nichts Schöneres, als einfach spontan am Steg ein Fischerboot zu mieten, raus aufs Blaue zu fahren und Inseln zu erkunden. Das ist uns zwar nicht ganz gelungen, aber wir fanden einen Anbieter, der private Bootsausflüge mit einem typisch philippinischen Fischerboot auf einer mehr oder weniger festen Route anbot. Besser als nichts, dachten wir, und buchten für den nächsten Tag.
Am nächsten Morgen um 9 Uhr war es Zeit, an Bord zu gehen. Wir buchten die A & C route als Kombi-Tour. Frag mich nicht, was die Highlights waren oder wie die Inseln hiessen – wir wollten einfach nur auf Entdeckungstour gehen. Ziemlich schnell stellten wir fest, dass wir nicht das einzige Boot auf dieser Route sein würden, aber trotzdem genossen wir es, auf unserem eigenen Boot mit einer Kiste voller Bier und Essen zu sein. Der Kapitän und seine beiden Helfer fuhren uns herum, und wir hielten an tollen Stränden, den berühmten Lagunen und anderen versteckten Plätzen an. Eines muss ich sagen: Bis jetzt habe ich noch nirgendwo so klares und sauberes blaues Wasser gesehen wie hier auf den Philippinen. Egal, wo man an der Küste ins Wasser sprang, konnte man bis auf den Grund sehen. Wir hatten einen tollen Ausflug mit ein paar Bierchen, Sonne im Gesicht und vom Kapitän zubereitetem Fisch mit Reis und Obst. Wir waren mehr als zufrieden mit dem Ausflug. Ich meine, zwei von uns haben Wassermelone gegessen, die nicht ganz so frisch war, wie wir dachten. Das haben wir natürlich erst später am Tag gemerkt, als die beiden in der Nacht eine leichte Lebensmittelvergiftung bekamen.
Zum Glück ging es beiden am nächsten Tag schon etwas besser, und da wir ohnehin einen entspannten Tag im Doublegem beach resort geplant hatten, wo wir endlich einen Pool hatten, passte das ganz gut. Es war der letzte Tag für einen meiner Freunde, und uns allen wurde klar, dass der Urlaub leider ein Ende hat. Es war traurig, dass er schon abreisen musste, aber die Reise war noch nicht vorbei, da mein anderer Freund noch etwas Zeit hatte, bevor er nach Hause musste.
Von Cebu nach Oslob
Unser nächstes Ziel war es, von El Nido nach Cebu
mit Air Swift
zu fliegen. Wir hatten Glück und bekamen einen der letzten Plätze. Am nächsten Tag flogen wir nach Cebu. Unser Ziel war die Walbeobachtung-Tour in Oslob. Wir hatten nur wenig Zeit in Cebu und beschlossen daher, direkt von Cebu nach Oslob weiterzureisen. Am Flughafen nahmen wir ein Taxi, das uns innerhalb von 4 Stunden nach Oslob brachte. Es war eine lange Fahrt von El Nido nach Oslob, und als wir in Oslob ankamen, waren wir ziemlich müde. Die Fahrt war auch nicht gerade die bequemste, wie ihr euch vorstellen könnt. Wir checkten im Ging-Ging Hotel & Resort ein und informierten uns über den Walhai-Ausflug. Uns wurde gesagt, dass er um 6 Uhr morgens losgeht und dass wir pünktlich da sein sollten, da wir nicht die Einzigen sein würden. Na gut, machen wir uns bereit für eine grosse Touristenattraktion und holen vor allem noch etwas Schlaf, bevor es um 6 Uhr morgens losgeht.
Walbeobachtung, Oslob
Unser Tuk-Tuk-Fahrer war bereit, uns um 5:30 Uhr morgens am Hotel abzuholen. Noch halb im Schlaf sprangen wir auf sein Tuk-Tuk und fuhren dann etwa 30 Minuten, bis wir am Pier ankamen, der speziell für Walbeobachtung, Schnorcheln und Tauchen eingerichtet ist. Die Rezeptionistin hatte recht. Die Anlage sah so aus, als wäre sie auf viele Touristen eingestellt. Daher war es nicht überraschend, dass alles reibungslos ablief. Unser Tuk-Tuk-Fahrer führte uns durch die verschiedenen Kontrollpunkte – von der Kasse über die Infostelle, wo man uns die Regeln erklärte, bis hin zum Strandbereich, wo man uns eine Schnorchelausrüstung und eine Schwimmweste aushändigte. Wir hatten noch nicht ganz den Überblick, da wurden wir schon über die Lautsprecheranlage aufgerufen. „Nummer 13, 14 und 15, bitte beeilet euch zum Boot.“ Das waren wir, und bevor wir es überhaupt realisierten, sassen wir auf einem kleinen Longtail-Fischerboot zusammen mit drei oder vier anderen Booten. Die Boote hielten nach 30–50 Metern an. Niemand auf dem Boot wusste so recht, was passieren würde, bis der erste Tourist ins Wasser zeigte: WALHAIFISCH. In diesem Moment wurde allen klar, was los war. Schnorchel aufsetzen, Schwimmweste anziehen und ins Wasser springen – so lief es ab. 10 Meter von uns entfernt standen Einheimische, die Futter ins Wasser warfen. Jetzt war klar, warum die Walhaie so nah dran waren. Es waren sehr viele Leute gleichzeitig im Wasser. Für philippinische Verhältnisse war es ziemlich gut organisiert, aber insgesamt war es wieder mal eine Massentouristenattraktion. Trotzdem waren wir nun mal hier und wollten die Walhaie sehen – und sie waren jetzt nur noch wenige Meter von uns entfernt. Es war beeindruckend und absolut ein Highlight, solche Kreaturen aus solcher Nähe zu sehen. Die Zeit verging wie im Flug, und nach 30 Minuten, in denen wir die Walhaie beobachtet, mit ihnen geschwommen und Fotos sowie Videos gemacht hatten, war es Zeit, wieder an Bord zu gehen und zurückzufahren.
Da es noch früh am Morgen war, fuhren wir zu einer kleinen Insel in der Nähe und blieben dort noch 1–2 Stunden, um uns etwas auszuruhen. Oslob hatte ausser dem, wofür es berühmt ist – dem Walbeobachten –, nicht wirklich etwas zu bieten. Deshalb beschlossen wir, noch am selben Tag nach Cebu zurückzufahren. Diesmal nahmen wir den Bus. Überraschenderweise war die Fahrt bequemer und dauerte nicht länger als 4 Stunden.
Zurück in Cebu
Unsere Reise neigte sich dem Ende zu und wir beschlossen, unsere letzten beiden Nächte im Marco Polo Plaza hotel. zu verbringen
Es war ein grösseres Resort mit mehreren Restaurants und Bars. Wir genossen einen letzten Drink an der Poolbar, bevor mein Freund seinen Flug nehmen musste, der ihn zurück in die Schweiz bringen würde. Die Reise von uns vieren endete an diesem Tag und es war ein trauriger Tag. Wir hatten in diesen zwei Wochen jede Menge Spass und es war toll, dass meine Kumpels die Zeit gefunden haben, uns auf unserer Reise zu besuchen, und sich ein paar freie Tage genommen haben, um zwei Wochen lang mit uns zu reisen.
Nach einer weiteren Nacht für Alisha und mich war es Zeit, nach Manila zu fliegen. Wir blieben noch zwei weitere Nächte in Manila. Wir nutzten die Zeit, um uns ein paar Dinge in Manila anzusehen, und verbrachten sie vor allem damit, einen Plan für unser nächstes Abenteuer auszuarbeiten. Bisher kann ich euch verraten, dass der nächste Ort nicht auf unserer Wunschliste stand. Aber genau deshalb reisen wir ja, um neue Orte zu entdecken und uns selbst zu überraschen, indem wir zufällige Ziele auswählen.
Mehr dazu beim nächsten Mal!
Tschüss,
Ueli
Philippinen-Galerie